Bike Fitting

Bike Fitting beschreibt Methoden das Fahrrad an den Körper des Radfahrers anzupassen. Bevor wir hier näher auf das Bike Fitting eingehen, müssen wir über die Größe des Rahmens sprechen. Wenn dein Fahrrad die falsche Größe hat ist es unmöglich, eine perfekte ergonomische Position darauf zu finden. 

Dies ist einer der Gründe, warum wir Fahrradgeschäfte lieben, in denen wir die Fahrräder vor dem Kauf sehen, ausprobieren können und beraten werden. Nichts ist schlimmer als beim Klettern in den Bergen mit den Knien an den Lenker zu schlagen oder ständig in einer überdehnten Position zu fahren. Beides sind Anzeichen für falsche Fahrradgrößen. 

Eine Rahmengröße nur entsprechend deiner Körpergröße auszuwählen kann schief gehen, da es auf das Verhältnis der Länge deiner Beine, Arme und des Rumpfes ankommt. Die nächste Überlegung, die sich auf Größe, Typ und Konfiguration bezieht, ist das was du mit dem Fahrrad vorhast.  Erwartest du, lange und flache Strecken zu radeln oder möchtest du viel klettern? Wirst du stundenlang Fahrrad fahren oder nach der Arbeit eine schnelle Runde drehen? Vielleicht denkst du über Triathlon-Training nach?

Die Antworten auf diese Fragen helfen bei der Auswahl des richtigen Fahrrades anhand seiner Geometrie weiter. Die meisten Fahrradhersteller bieten jetzt Rennräder mit einer "aggressiven" Geometrie an, die außergewöhnlich aerodynamisch sind, eine sehr niedrige Lenkerposition haben und eine entsprechende Flexibilität des Fahrers voraussetzen. Dann gibt es ausdauer-orientierte Fahrräder mit einer viel "entspannteren" Geometrie, die es dir ermöglicht, etwas aufrechter zu fahren. 

Diese beiden Hauptfaktoren, deine Körpereigenschaften und der Zweck sind wesentliche Aspekte bei der Auswahl des richtigen Rades und der richtigen Rahmengröße. Ein weiterer Punkt, bereits kurz angesprochen, ist deine Flexibilität. Der Bike Fitter kann dir helfen eine aerodynamisch optimale Position zu finden, auch Aero-Position genannt. Etwa eine möglichst flache Position auf deinem Triathlon-Fahrrad. Aber was bringt das, wenn du nicht länger als ein paar Minuten in dieser Position bleiben kannst?

Deine Flexibilität ist daher ein wichtiger Aspekt, um die perfekte Passform für dich zu finden. Sobald die Rahmengröße und das Fahrrad ausgewählt wurden, kannst du deine Position anpassen, indem du nur die Komponenten bewegst, z. B. Sattelhöhe, Neigung oder die Sattelposition änderst. Oder es kann modifiziert werden, indem Teile wie Kurbeln, Lenkervorbau, und Sattel ausgetauscht werden. Wie du dir vorstellen kannst, ist dies in einem Fahrradgeschäft mit einer guten Auswahl an Komponenten viel einfacher.

Sobald die Grundgeometrie an dich angepasst wurde, sollten wir uns mit dem Aspekt der Befestigung der Schuhplatten, den Cleats an deinen Fahrradschuhen befassen. Du wirst feststellen, dass die drei Schrauben, mit denen Cleat und Schuh verbunden sind, einen gewissen Freiheitsgrad bieten, um sie vor dem Anziehen zu bewegen. Cleats sollen den Schuh in der Position sichern, die eine optimale Kraftübertragung gewährleistet. 

Wie wir im Abschnitt Wissenschaft herausgefunden haben, wird diese Position im Bereich der fünf Metatarsophalangeal Gelenke (MPJ) vermutet, die mit der Drehachse des Pedals ausgerichtet werden. Das Cleat kann dazu etwas nach vorne und hinten verschoben werden. Und es kann etwas gedreht werden. Ist die korrekte Position gefunden werden die Schrauben dann fest angezogen. 

Es ist wichtig zu verstehen, dass einige Cleats, wie die Bythlon-Cleats, einen gewissen Freiheitsgrad (Float) in der seitlichen Rotation bieten. Eine „feste“ (fixed) Position bedeutet, dass kein Float vorhanden ist und keine seitliche Fußbewegung möglich ist. Die meisten Radfahrer bevorzugen einen gewissen Grad an Float, da dies dem Fuß Bewegungsfreiheit ermöglicht und Druck vom Knie nimmt. Die Ferse kann sich während der Kurbelumdrehung etwas zu der Kurbel hin oder von dieser weg bewegen.

Wir empfehlen die Cleats in der Position zu montieren, die der Radfahrer in der Power Phase, also wo der maximale Druck ausgeübt wird, am angenehmsten empfindet. Dies wird zur neutralen Position und der Fuß kann sich außerhalb dieser Phase gleichermaßen in beide Richtungen bewegen. 

Die zum Patent angemeldete Bython-Technologie unterstützt den Radfahrer aktiv dabei diese neutrale Position bei jeder Umdrehung wiederzufinden.

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