Gruppenfahrten - Was man wissen sollte

                                                                                         

Fahren in der Gruppe - Was sollte man beachten?

Vor allem in der Rennrad Szene ist es nicht unüblich, in größeren Gruppen unterwegs zu sein. Auch wenn es sicherlich eine schöne Erfahrung ist, mit einer ganzen Gruppe durch die Landschaft zu fahren, so gibt es trotzdem das ein oder andere zu beachten, denn mehr Menschen, heißt auch immer mehr Risiko, dazu kommen sogar Gesetze, die das Fahren in einer Gruppe im Straßenverkehr regeln sollen. 

 

Das Gruppen geschlossen fahren müssen ist keine Entscheidung der Höflichkeit von den Fahrern selber, sondern vom Staat fest vorgeschrieben. Und zwar muss nach §27 StVO Absatz 2 „ein geschlossener Verband muss (bestehend aus mindestens 15 Mitgliedern) in angemessenen Abständen Zwischenräume für den übrigen Verkehr einrichten, wenn seine Länge dies erfordert. Sonst dürfen Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer den Verband nicht unterbrechen.“

 

Diese Regelung besteht auch, da ein Radfahrer Verband nicht mehr die Radweg Pflicht besitzt.

 

Die Menge an nebeneinander fahrenden, beschränkt sich dabei nur auf Zwei.

Da eine Gruppe von Menschen immer einen braucht, der sagt wo es lang geht, ist es auch beim fahren in einem Verband wichtig, dass man sich drauf einigt, wer die Kommandos gibt und die Verantwortung für alle beteiligten trägt.

 

Kommunikation erfolgt meistens durch Handzeichen:

 

  • Gehobene Hand: Achtung oder Stopp
  • Arm nach links oder rechts: abbiegen
  • Finger zum Boden: Hindernis oder Schlagloch auf der Fahrbahn
  • Flache Hand parallel zum Boden nach unten: flächiges Hindernis
  • Heben des Zeigefingers: in Einserreihe wechseln
  • Heben des Zeige- und Mittelfingers: in Zweierreihe wechseln
  • Hand hinter den Rücken stoßend: Abstand zum nächsten Fahrrad fordern

 

Reihenfolge und Position, sollten vorher abgesprochen werden, damit keine risikoreichen Überholmanöver entstehen, sowie große Lücken.

 

Jeder Radfahrer sollte sich gegenseitig vor Gefahren, Hindernissen oder Straßenüberquerungen warnen, sodass es zu keinen Unfällen und Missverständnissen innerhalb der Gruppe kommt.

Da man in einer großen Gruppe eng aneinander fährt, sollte man bestenfalls keine gefährlichen Klickpedalen verwenden, denn man kennt es aus der aktuellen Tour de France „Fällt einer, fallen alle". Deswegen lieber auf bessere und sichere Alternativen wie Bythlon ausweichen.

 

Da eine große Gruppe als einzelnes Kfz gewertet wird, darf der Rest des Verbands auch bei Rot weiterfahren, wenn die Spitze des Zuges noch bei Grün die Ampel passiert hat. Das selbe gilt auch für Vorfahrtsstraßen, auch wenn inzwischen ein anderes Auto auf die Gruppe trifft, so muss es trotzdem den Vorgang aller Radfahrer abwarten, bis auf den letzten Mann.  

 

Das Wichtigste in einer Menge an Radsportlern, ist der Zusammenhalt und die richtige Absprache. Wer gerne darauf verzichten kann, sollte überlegen ehr als Einzelgänger unterwegs zu sein, denn mit großen Risiko, folgt große Verantwortung.

 

 

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